Noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule

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Lehrer vor einer Schulklasse Symbolbild, Quelle Pixabay

Noch im März soll der Präsenzunterricht wieder beginnen – in welcher Form auch immer, aber für alle Schülerinnen und Schüler.

Darauf hat sich die Kultusministerkonferenz mit einem gemeinsamen Beschluss geeinigt. NRW-Bildungsministern Yvonne Gebauer hatte sich in einem Interview am 3. März bereits entsprechend positioniert und vom Start eines Wechselmodells Mitte März gesprochen. Konkretere Aussagen der Ministerin dazu werden für den heutigen Freitag erwartet.

Die Landeselternschaft NRW wurde in einem Zeitungsbericht vom gestrigen Abend mit der Ankündigung zitiert: „Wechselunterricht für alle kommt ab 15. März“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, bestätigte den gemeinsamen Beschluss heute (5. März) gegenüber der Presse:

„In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig. Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen – auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird.“ Die Öffnung der Grundschulen sei insgesamt gut gelungen. Daher sollen noch im März die weiterführenden Schulen folgen.

Auch wenn man durch die Virusmutation vor einer veränderten Situation stehe, könne man nicht noch einmal mehrere Wochen warte, begründete die KMK-Präsidentin die einstimmige Entscheidung.

„Dafür haben die Schulschließungen einen zu hohen sozialen Preis.“ Kinder und Jugendliche litten stark unter der Beschränkung ihrer Kontakte – durch schlechtere Bildungschancen und auch psychisch. „Das darf uns nicht kalt lassen.“

Deshalb müsse man auch an den weiterführenden Schulen zumindest in den Wechselunterricht gehen.

Die Kultusministerinnen und Kultusminister setzen mit ihrem einstimmig gefassten Beschluss auf den im Januar vorgelegten Stufenplan.

In ihrem Beschluss erklären sie:

1.    Der fragilen epidemiologischen Lage in der Covid-19-Pandemie steht die Sorge gegenüber, dass die anhaltende Einschränkung des Schulbetriebs die Bildungs- und Entwicklungschancen für Schülerinnen und Schüler sowie die soziale und mentale Situation für sie und ihre Familien nachhaltig negativ beeinflusst. In diesem Zusammenhang hat das Robert-Koch-Institut erneut darauf hingewiesen, dass Schülerinnen und Schüler in der Pandemie eher nicht als „Motor“ eine größere Rolle spielen.

2.    Daher sprechen sich die Kultusministerinnen und Kultusminister für weitere Schritte zur sukzessiven Öffnung von Schulen nach dem am 4. Januar 2021 von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Stufenplan aus. Sofern es die Infektionslage weiterhin zulässt, soll der in den jüngeren Jahrgängen und den Abschlussklassen begonnene Wechsel- oder Präsenzunterricht im März 2021 auf weitere Jahrgänge ausgeweitet und intensiviert werden. Hiervon abweichende Regelungen können regional getroffen werden.

3.    Neben den bestehenden Maßnahmen müssen die weiteren Öffnungsschritte sukzessiv von zusätzlichen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes flankiert werden. An erster Stelle stehen künftig dabei durch den Bund zu finanzierende flächendeckende Testmöglichkeiten für das an Schulen tätige Personal sowie perspektivisch auch für Schülerinnen und Schüler.

4.    Die Länder führen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung Gespräche mit dem Ziel, ein Förderprogramm zur Kompensation pandemiebedingter Lernrückstände für Schülerinnen und Schüler aufzulegen, das die in den Ländern bestehenden und geplanten Programme stärkt und unterstützt.

5.    Die Kultusministerinnen und Kultusminister fordern darüber hinaus, das an Schulen tätige Personal vorrangig zu impfen.

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