Hotels, Blühwiesen und Umsiedlungen – Sechsfache Umweltpreis-Verleihung

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Imker (pixabay)

Schutz, Lebensraum und Nahrung für Bienen und Insekten bieten die sechs Projekte und Initiativen, die mit dem Umweltpreis ausgezeichnet worden sind.

Der Umweltpreis der Stadt Hamm wird seit 1981 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes verliehen. In diesem Jahr ist der Umweltpreis unter dem Motto „Förderung und Schutz von Bienen und anderen Insekten“ ausgeschrieben worden. Der Preis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert. In seiner Sitzung am 24. September 2019 wählte der Umweltausschuss die besten Einsendungen aus. Im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung im Rathaus sind sechs Initiativen und Projekte von Volker Burgard, Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt Hamm, und Bürgermeisterin Ulrike Wäsche ausgezeichnet worden, die sich für eine nachhaltige Förderung und den Schutz der heimischen Insektenarten, insbesondere der Wildbienen, einsetzen:

Landliäben e.V.
Diethild Nordhues-Heese u. Markus Freitag
Imkerverein Wiescherhöfen-Bergkamen e.V. Imkerverein Hamm
Michael Zwilling (Sonderpreis Ehrenamt)
Emilia und Robin Kemper (Sonderpreis Jugend)

Der Verein Landliäben e.V. setzt sich seit 15 Jahren für die naturnahe und insektenfreundliche Umgestaltung der Landschaft ein. Durch die Anpflanzung von mittlerweile mehr als 550 Obstbäumen, das Anlegen von zahlreichen Blühwiesen und Blühstreifen hat der Verein ideale Lebensräume für Bienen und andere Insekten geschaffen. Durch vielfältige Veranstaltungen gelingt es dem Verein, die heimische Natur und die ländliche Kulturlandschaft einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Das nachhaltige Engagement der Vereinsmitglieder wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 700 Euro prämiert.

Diethild Nordhues-Heese und Markus Freitag wurden für ihr Projekt „Nachhaltige Biotoppflege zur Förderung der Biodiversität“ ebenfalls mit dem Umweltpreis und einem Preisgeld in Höhe von 700 Euro ausgezeichnet. Seit 2012 gestalten sie die nähere Umgebung ihres Wohnhauses schrittweise naturnah um. Durch den Umstieg auf eine exzessive Bewirtschaftung des Grünlandes, natürliche Beweidung, Verzicht auf den Einsatz von Düngemitteln, insektenfreundliche Gartengestaltung sowie Instandhaltung eines Waldteiches ist ein artenreiches Biotop mit vielfältigen Tier- und Pflanzenarten entstanden. Darüber hinaus haben sie eine kleine Imkerei mit ökologischer Bienenhaltung aufgebaut.

Der Imkerverein Wiescherhöfen-Bergkamen e.V. und der Imkerverein Hamm bieten nicht nur den insgesamt fast 140 organisierten Mitgliedern eine Heimat, sondern veranstalten auch Anfängerkurse für angehende Imker. Beide Vereine engagieren sich nicht nur für die Erhaltung bestehender Lebens-räume, sondern schaffen durch das Anlegen von Blühstreifen und -wiesen, Nisthilfen und Insektenhotels ganz neue Lebensräume für Bienen und andere Insekten. Bei diversen Veranstaltungen und Workshops vermitteln die beiden Vereine insbesondere Kindern und Jugendlichen wissenswerte Informationen rund um das Thema Bienen. Hierfür erhielten die beiden Vereine ein Preisgeld von je 350 Euro.

Michael Zwilling berät seit fast zehn Jahren ehrenamtlich Hammer Bürgerinnen und Bürger, die sich wegen Problemen mit Bienen, Hummeln, Hornissen und Wespen, an ihn wenden. Er ist wertvoller Ansprechpartner auch für entsprechende Anfragen, die an das Umweltamt gerichtet werden. Darüber hinaus führt er entsprechende Maßnahmen wie Umsiedlungen von Hornissen- und Wespennestern durch. Für sein Engagement wurde er mit dem „Sonderpreis Ehrenamt“ und einem Preisgeld von 200 Euro ausgezeichnet.

Emilia und Robin Kemper (15 und 13 Jahre alt) haben sich das Ziel gesetzt, den Garten ihrer Eltern in eine naturnahe Oase für Bienen und andere Insekten zu verwandeln. Dazu sammelten sie alle dafür notwendigen Materialien in der Natur ein und bauten zunächst ein Insektenhotel, welches sie auf den Namen „BB&B Bienen, Bed & Breakfast“ tauften. Anschließend gestalteten sie die Umgebung des Insektenhotels so naturnah um, dass den „Hotelgästen“ genügend Nahrung zur Verfügung steht. Dafür erhielten sie den „Sonderpreis Jugend“ und ein Preisgeld von 200 Euro.

Quelle: Stadt Hamm

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