Kliniken, ÖPNV, Stadtverwaltungen – Weitere Warnstreiks, in Hamm mit 400 Luftballons

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Das Dortmunder Klinikum. / Foto Klinikum DO/Pressestelle

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst setzen sich ab dem morgigen Mittwoch, 14. 10., fort. Laut Ankündigung der Gewerkschaft ver.di sollen Dortmunder Krankenhäuser und Pflegeheime bestreikt werden, am Donnerstag (erneut) der Öffentliche Nahverkehr; auch der Kreis Unna ist mit betroffen, und Hamm steht ebenfalls auf der Streikliste – mit 400 Luftballons an Stelle von Streikenden. Corona-bedingt.

In ihren aktuellen Ankündigungen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

„… die Beschäftigten des Klinikums Dortmund, des Klinikums Westfalen, der Städtischen Seniorenheime Dortmund und der LWL Einrichtungen in Dortmund, Marsberg und Lippstadt für Mittwoch (14. Oktober) im Rahmen der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes zu einem Warnstreik auf.“ Anm. d. Red.: Das Hellmig-Krankenhaus Kamen und die Klinik in Lünen-Brambauer zählen zum Klinikum Westfalen, daher sind die Mitarbeiter dort ebenfalls zum Streik aufgerufen.

„Gerade noch wurde den Beschäftigten in der öffentlichen Daseinsvorsorge und speziell im Gesundheitswesen für ihre Leistung in der Corona-Pandemie applaudiert. Doch bei den Tarifverhandlungen wollen die Arbeitgeber von Aufwertung und Anerkennung nichts mehr wissen – das passt nicht zusammen“, so die Kritik.

In Hamm gilt der Aufruf am Mittwoch, 14. 10., für die Beschäftigten von Stadtverwaltung, Sparkasse, Wasser- und Schifffahrtsamt, Wasserstraßen-Neubaumt, an Stadtwerke (ohne Nahverkehr), Lippeverband und Müllverbrennungsanlage. Wegen der hohen Pandemiezahlen findet der Warnstreik unter den besonderen Corona-Hygienevorschriften zwischen 11:00 und 12:00 Uhr als Luftballonaktion auf dem Martin-Luther-Platz statt. Dort werden dann, stellvertretend für die sonst anwesenden Streikenden, 400 Luftballonsinstalliert werden.

„Wir müssen den Arbeitgebern ein Zeichen setzen, dass trotz der Corona-Pandemie, der Streikwille der Kolleginnen und Kollegen, sich nach dem Applaus jetzt auch den Lohn abzuholen, da ist. “ so die stellv. Bezirksgeschäftsführerin Gudrun Janßen.

Für Donnerstag (15.10) ruft ver.di zu einem weiteren ganztägigen Warnstreiktag in Dortmund auf. Aufgerufen sind die Beschäftigten der DSW21 (ÖPNV), der DEW21 und DoNetz, der EDG, der gesamten Stadtverwaltung (inkl. aller Eigenbetriebe und Fabido), der Sparkasse, des Jobcenters und der Agentur für Arbeit. Zudem werden Mitarbeiter aus Lünen und Schwerte nach Dortmund anreisen, schreibt ver.di:

„Mit Blick auf die Pandemieentwicklung werden die Demonstrationszüge und die Abschlusskundgebung auf dem Südwall mit umfänglichen Abstandsmöglichkeiten organisiert. Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ist obligatorisch. Unser Hygienekonzept für diesen Tag ist mit den Ordnungsbehörden der Stadt abgestimmt und genehmigt, Bedenken gegen die Durchführung des Warnstreiks bestehen mit heutigem Stand nicht.

Die Beschäftigten zeigen deutlich, dass sie auch in der aktuellen Krise bereit sind, sich für ihre Interessen einzusetzen. Trotzdem gehen wir die Warnstreiks maßvoll an und halten vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen ein. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“, betont die Gewerkschaft.

ver.di fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet wird zudem die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Die dritte Runde der Verhandlungen ist für den 22./23. Oktober 2020 erneut in Potsdam angesetzt. Alle Informationen dazu gibt es hier: https://unverzichtbar.verdi.de/ 

Alle Streikinformationen sind aktuell hier zu finden: https://westfalen.verdi.de/branchen-und-berufe/tarifrunde-oeffentlicher-dienst

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